2628425

Vom iPhone 12 Mini zum iPhone 13 Pro Max: Was man daraus lernt

05.12.2021 | 10:10 Uhr |

Vom kleinsten des Vorjahres zum neuen Flaggschiff gewechselt: Michael Simon hat daraus etliche Erkenntnisse gezogen.

Im Laufe der Jahre habe ich iPhones in allen GrĂ¶ĂŸen benutzt. Mein erstes Smartphone war das ursprĂŒngliche 3,5-Zoll-iPhone, und ich hatte irgendwann jede BildschirmgrĂ¶ĂŸe – das 4-Zoll-iPhone 5S, das 4,7-Zoll-iPhone 6S, das 5,5-Zoll-iPhone 7 Plus, das 5,8-Zoll-iPhone X, das 6,1-Zoll-iPhone 11 und zuletzt das 5,4-Zoll-iPhone 12 Mini.

Als das iPhone 13 auf den Markt kam, habe ich natĂŒrlich das GerĂ€t bestellt, das in dieser Liste noch fehlte: das 6,7 Zoll große iPhone 13 Pro Max (im Test) . Das misst ganze 1,3 Zoll mehr in der Diagonale als das iPhone 12 Mini, das ich in den letzten 11 Monaten nutzte – daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Aber zusammen mit der GrĂ¶ĂŸe und dem Gewicht – beides nicht unerhebliche HĂŒrden, die es zu ĂŒberwinden gilt – habe ich einige ĂŒberraschende Dinge ĂŒber die Unterschiede zwischen Apples kleinstem und grĂ¶ĂŸtem iPhone gelernt.

Erste Erkenntnis: Handys können wirklich den ganzen Tag durchhalten

Das mag offensichtlich erscheinen, aber bis zum iPhone 13 Pro Max hatte ich noch nie ein iPhone benutzt, das den ganzen Tag durchhielt. Beim iPhone 12 Mini hatte ich regelmĂ€ĂŸig ein LadegerĂ€t in der NĂ€he, nur um sicherzugehen, dass mir nicht der Akku ausgeht. Mit dem iPhone 13 Pro Max ist das kein Thema mehr. Dank der grĂ¶ĂŸeren Batterie, der verbesserten A15-Leistung und dem adaptiven Display ist das iPhone 13 Pro Max ein wahres Batteriemonster, das auch bei intensiver Nutzung problemlos einen ganzen Tag durchhĂ€lt, ohne in die roten Zahlen zu kommen. Bei vorsichtiger Nutzung könnte ich wahrscheinlich ein ganzes Wochenende ohne LadegerĂ€t ĂŒberstehen. Das ist der wichtigste Grund, warum ich das Max jedem empfehlen wĂŒrde, der ein iPhone kauft. ( In unserem Praxistext hielt aber das iPhone 13 Mini den ganzen Weg auf die Zugspitze und mit der Seilbahn wieder zurĂŒck durch. Apple auch hat den eher schwachen Akku des kleinsten iPhone von der Generation 12 zur 13 deutlich verbessert, Anm. d. Red. )

Das iPhone 13 Pro Max (links) ist nicht nur größer als das iPhone 13 und das iPhone 12 mini, es hält auch viel länger durch.
VergrĂ¶ĂŸern Das iPhone 13 Pro Max (links) ist nicht nur grĂ¶ĂŸer als das iPhone 13 und das iPhone 12 mini, es hĂ€lt auch viel lĂ€nger durch.
© Michael SImon / IDG

Zweite Erkenntnis: Edelstahl ist hĂŒbsch in Renderings, aber unpraktisch

Da das iPhone 13 Pro ein identisches Design wie das iPhone 13 hat, muss sich Apple in irgendeiner Weise von diesem unterscheiden. Deshalb hat sich Apple dafĂŒr entschieden, den Rahmen aus Edelstahl statt Aluminium zu formen, was in Renderings unglaublich gut aussieht, aber in der Praxis ein wenig ernĂŒchtert. Das Telefon wird dadurch ist schwerer, verkratzt leicht, bekommt Flecken und sieht ehrlich gesagt nicht viel besser aus als die bunte Sammlung mit Aluminiumrahmen des iPhone 13. Ich verstehe, warum Apple fĂŒr seine höherwertigen Smartphones ein anderes Material verwendet, aber ich hoffe, dass die GerĂŒchte ĂŒber Titan fĂŒr die Pro-Modelle des nĂ€chsten Jahres wahr sind .

Dritte Erkenntnis: iOS sollte sich an grĂ¶ĂŸere Bildschirme anpassen

NatĂŒrlich ist das iPhone 13 Pro Max wesentlich grĂ¶ĂŸer als das iPhone 12 Mini, aber abgesehen von der physischen GrĂ¶ĂŸe des Bildschirms gibt es keine großen Unterschiede zwischen den beiden GerĂ€ten. Die ĂŒblichen Unterscheidungsmerkmale zwischen den Pro- und Nicht-Pro-Modellen sind gegeben: bessere Kamera, besseres Display, bessere Batterie, aber fĂŒr normale Aufgaben bietet das Max nicht wirklich viel mehr als das Mini. Anders als die Apple Watch Series 7, die verbesserte Bedienelemente mitbringt, um den Vorteil des grĂ¶ĂŸeren Bildschirms zu nutzen, hat das iPhone Max genau die gleiche OberflĂ€che wie das iPhone Mini.

Das iPhone 13 Pro Max sollte sich einige Anregungen von iPadOS holen.
VergrĂ¶ĂŸern Das iPhone 13 Pro Max sollte sich einige Anregungen von iPadOS holen.
© Apple

Das bedeutet, dass man die gleiche Gitter-Anordnung der App-Symbole, die gleichen Widgets, das gleiche Dock und die gleiche App-Bibliothek bekommt. Auf dem iPhone 13 Pro Max könnte man leicht eine zusĂ€tzliche Reihe von Symbolen unterbringen, aber Apple hat stattdessen einen großen Bereich am unteren Rand des Homescreens freigelassen. Dasselbe gilt fĂŒr das Dock, in das ein fĂŒnftes Symbol passen könnte, wenn Apple das wollte. Die einzigen Elemente, auf die man mit dem Mini verzichtet, sind grĂ¶ĂŸere Fotos und ein paar zusĂ€tzliche Textzeilen. Apple sollte sich hier ein Beispiel an der Apple Watch Series 7 nehmen und iOS so umgestalten, dass der zusĂ€tzliche Platz optimal genutzt wird.

Vierte Erkenntnis: Das Max benötigt Apple-Pencil-UnterstĂŒtzung

Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass das iPhone 13 Pro Max ein extrem großes Smartphone ist. Mit einem 6,7-Zoll-Display ist es nur etwa einen Zoll kleiner als das erste iPad Mini aus dem Jahr 2012. Ein so großes Display eignet sich hervorragend zum Anschauen von Filmen, aber es ist auch ein hervorragendes ProduktivitĂ€tsgerĂ€t fĂŒr Dinge wie das Tippen langer E-Mails und die Bearbeitung von Fotos. Aber nach wie vor verwendet man dabei die Finger fĂŒr alles.

Der Apple Pencil wäre ein fantastischer Begleiter für das iPad Pro.
VergrĂ¶ĂŸern Der Apple Pencil wĂ€re ein fantastischer Begleiter fĂŒr das iPad Pro.
© Apple

Der Apple Pencil ist ein fantastisches Zubehör fĂŒr das iPad, und er wĂ€re genauso wertvoll fĂŒr das iPhone 13 Max. Mit seinem 6,7-Zoll-Display hat es in etwa die GrĂ¶ĂŸe eines kleinen Notebooks, und ein kleinerer Apple Pencil wĂ€re die perfekte Möglichkeit, um damit schnell Gedanken zu notieren und Dokumente zu markieren. Außerdem wĂŒrde es das iPhone 13 Max vom Rest der Produktpalette abheben und es als ProduktivitĂ€tsgerĂ€t fĂŒr Profis etablieren, wie das iPad Pro oder das Samsung Galaxy Note.

FĂŒnfte Erkenntnis: Das Mini-iPhone verdient einen Platz in Apples Produktpalette

Es gibt zahlreiche Berichte, die darauf hindeuten, dass das iPhone 13 Mini das letzte seiner Art sein wird. Schlechte Verkaufszahlen haben anscheinend dazu gefĂŒhrt, dass das kleinste iPhone aus den Regalen fliegt, da iPhone-KĂ€ufer zu GerĂ€ten mit grĂ¶ĂŸeren Bildschirmen tendieren. Auch wenn ich das iPhone Max mit seinem 6,7-Zoll-Display sehr schĂ€tze, vermisse ich doch die einhĂ€ndige Bedienbarkeit des iPhone 12 Mini.

Wenn das iPhone Mini wirklich mit der iPhone-14-Reihe verschwindet, hoffe ich, dass Apple es mit einem zukĂŒnftigen iPhone SE beibehĂ€lt. Immerhin verkauft Apple das 12 Mini derzeit fĂŒr 679 Euro und wird es vermutlich nĂ€chstes Jahr auf 579 Euro senken, wie das aktuelle iPhone 11. WĂ€hrend GerĂŒchte darauf hindeuten, dass das iPhone SE 2022 das gleiche Retro-Design beibehalten wird, ist es fast sicher, dass das nĂ€chste Modell ein Liquid-Retina-Display haben wird – das iPhone-Mini-GehĂ€use wĂŒrde perfekt passen.

Macwelt Marktplatz

2628425