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Winterfotos perfekt aufnehmen und bearbeiten

11.03.2019 | 15:02 Uhr |

Die aktuelle Wetterlage macht es möglich: Wer im Januar und Februar vom Schnee und Eis nicht genug hatte, kann noch was nachholen.

Faszination Winter. Jedes Jahr verzaubert uns der Winter mit seinen zahlreichen Facetten aufs Neue. Egal, ob traumhafte Winterlandschaften, von Eiszapfen verhangene Häuser, gefrorene Seen, magische Lichterspiele im Dunklen oder auch Tiere. Jeder findet auf seine eigene Art und Weise etwas Faszinierendes in dieser kalten Jahreszeit. Natürlich bietet sich aus diesem Grund der Winter auch hervorragend an, um schöne Bilder aufzunehmen. Wir haben für Sie zusammengefasst, worauf für erfolgreiche Winterfotografie geachtet werden muss.

Vor dem Fotografieren:

Das wichtigste ist die Kleidung. Bei niedrigen Temperaturen darf warme Kleidung nicht fehlen. Achten Sie unbedingt auf die Hände, denn diese werden mit Sicherheit ziemlich schnell kalt werden.  

Des Weiteren sollten Sie natürlich an Ihre Kamera sowie eine oder mehrere Ersatzspeicherkarten, am besten ein Stativ und auch an Ersatzakkus denken. Idealerweise bewahren Sie die Ersatzakkus in Körpernähe auf, da diese die Kälte nicht ausstehen können – und sich umso schneller entladen, je kälter es ist. Um Ihre Kamera müssen Sie sich keine Sorgen machen, diese kann die Kälte ohne Probleme überstehen.

Nun geht es um die Motiv-Findung für Winterfotos:

1. Unbedingt muss das Wetter im Auge behalten werden. Insbesondere Wetterumschwünge können faszinierende Wolken- und Lichtspiele mit sich bringen.

2. Trauen Sie sich bei Schneefall raus. Während eines Schneesturms können faszinierende Aufnahmen entstehen.

3. Nicht nur Wintersport heißt Bewegung, manchmal lassen sich die schönsten Winterlandschaften oder Details nur aus einer anderen Perspektive entdecken.

4. Versuchen Sie sich an Makrofotografie. Gefrorenes Wasser ist faszinierender als es klingt. Makroaufnahmen von Eiszapfen, Schneeflocken, Reif an Ästen oder Eiseinschlüsse werden Sie zum Staunen bringen.

5. Tierfotografie ist im Winter lohnenswert, da sich Tiere im Schnee sehr gut abheben.

Während des Fotografierens:

Zunächst können Sie mit Ihrer Kamera herum experimentieren, jedoch wird Ihnen sehr schnell auffallen, dass die Winterfotos alle einen leichten grauen Schleier oder Blaustich haben. Hier lässt sich mit dem manuellen Weißabgleich der Kamera sehr schnell Abhilfe schaffen. Dennoch werden Winterfotos mit viel Schnee überwiegend unterbelichtet sein. Das liegt daran, dass das Motiv durch den vielen Schnee viel zu hell ist. Achten Sie darauf, Kontrast oder Beiwerke in Ihre Bilder zu bringen, um sie interessanter zu gestalten. Bäume, Skihütten, Fußspuren, Felsen oder auch Straßenbeleuchtung verhindern, dass Ihre Bilder monoton wirken.

Nacharbeit:

Nachdem Fotos gemacht wurden, müssen diese höchstwahrscheinlich noch bearbeitet werden. Hierzu empfiehlt sich Lightroom CC. Dieses gibt es als Kaufversion oder auch als kostenpflichtiges Abo.  Grundsätzlich muss mit den Reglern gespielt werden, um ein Ergebnis zu erhalten, welches einem selber gefällt. Es gibt allerdings ein paar Tipps welche man beachten kann:

1. Die Belichtung ins Minus, um Details in den hellen Tonwerten etwas deutlicher zumachen, später werden die zu “dunklen” Tonwerte wieder aufgehellt. Es entsteht weniger Bildrauschen in den dunklen Tonwerten, wenn “zu helle” Bildteile abgedunkelt werden, als “zu dunkle” Bildteile aufzuhellen.

2. Kontrast ins Plus, um das flaue RAW etwas auszugleichen

3. Lichter ins Minus, um in den hellen Tonwerten mehr Details zu bekommen

4. Tiefen ins Plus, um in den dunklen Tonwerten mehr Details zu bekommen

5. Weiß ins Minus, um nur in den obersten hellen Tonwerten noch Details zu bekommen

6. Schwarz ins Plus, um nur in den tiefsten dunklen Tonwerten noch Details zu bekommen

7. Klarheit ins Plus, um Strukturen wie Ränder oder Umrisse zu betonen

8. Dynamik ins Plus bewirkt einen leichten “Pastell-Effekt”

9. Sättigung ins Minus

Alle weiteren Einstellungen wie die HSL oder Teiltonung lassen sich nicht verallgemeinern und müssen je nach Bild angepasst werden.

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