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iPad löst Renaissance der Zeitung aus

29.06.2010 | 10:56 Uhr |

iPad löst Renaissance der Zeitung aus

Einer der größten Kioske für Zeitschriften für das iPad kommt von Zinio. Leider gibt es noch keine einzige deutsche Publikation im Angebot.
Vergrößern Einer der größten Kioske für Zeitschriften für das iPad kommt von Zinio. Leider gibt es noch keine einzige deutsche Publikation im Angebot.

"Diese Rückkehr zu einer unmittelbaren Bedienungslogik wird zu einer Renaissance klassischer Medienformen führen", glaubt Schweiger - und meint damit die Zeitung. Eine große Fläche, die der Nutzer im Bildschirmausschnitt verschiebt, mit einer Mischung aus vollständigen Artikeln und Teasern zu Texten. "Eine Fläche, die den Leser zum Rezipieren und Spielen einlädt" - angereichert mit Videos, Animationen, Audiostücken. Allerdings: "Die Verlage dürfen nicht den Fehler begehen, ihre Webseiten oder Zeitungen eins zu eins auf das iPad zu übertragen. Das ist zu lustlos für diese intuitive Umgebung", sagt Schweiger.

Zum Beispiel die Welt. Zum Start des iPads in den USA stellt der Axel Springer Verlag seine Zeitungen Welt, Welt kompakt und Welt am Sonntag über die App iKiosk als iPad-Lösung in den App Store. Und zwar als digitale Kopie der Printprodukte: als PDFs. Kritiker reagieren mit Spott. Eine alte Lösung für ein neues Medium? Der General Manager von Welt Online, Romanus Otte, erklärt: "Der Erfolg auf dem iPhone hat uns gezeigt: Es besteht großes Interesse, digitale Ausgaben unserer Zeitungsmarken auf einem kleinen Display zu lesen. Entsprechend schnell haben wir reagiert und ein Angebot für das iPad geschaffen." Bislang verkaufte sich die iPhone-App von Bild und Welt mehr als 180 000 Mal in sieben Monaten (Stand: Juni 2010). Zudem veröffentlicht der Verlag zum iPad-Start in Deutschland eine eigene Applikation für die Welt sowie das multimediale Lifestyle-Magazin "The Iconist" (siehe Kästen). Diese Lösungen zeigen: Das PDF ist nicht der Endpunkt der Entwicklung für das iPad.

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