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macOS Catalina: Diese Apps sind aktualisiert

21.06.2019 | 13:30 Uhr | Thomas Armbrüster

Etliche Anwendungen bekommen neue oder verbesserte Funktionen, besonderen Wert legt Apple auf die Sicherheit.

Inhaltsverzeichnis

Fotos
Notizen und Erinnerungen
Systemeinstellungen
Sicherheit

Fotos

Markiert man „Fotos“ in der Seitenleiste, lassen sich die Objekte nun sortiert nach Jahren, Monaten oder Tagen darstellen, anstatt wie bisher nach Jahren, Momenten und Sammlungen. In der Jahresdarstellung gibt es für jedes Jahr ein Übersichtsbild, in der Monatsdarstellung jeweils eines für die Tage. In der Tagesdarstellung zeigt Fotos nicht immer alle Bilder für jeden Tag, sondern bei vielen vorhandenen Aufnahmen nur eine Auswahl, und ordnet diese in unterschiedlichen Größen an. Per Doppelklick auf das Übersichtsbild kann man von Jahren zu Monaten und von Monaten zur Tagesdarstellung wechseln. Unter „Alle Fotos“ sind wie bisher unter „Fotos“ alle Bilder der Mediathek zu sehen, wobei ebenfalls wie bisher die ältesten Bilder oben und die neuesten unten im Fenster angeordnet sind. Die Sortierordnung lässt sich hier wie bisher nicht umkehren, das ist weiterhin nur bei den Alben möglich. Neu ist in der Fotos-Darstellung ein Button, über den man die Miniaturen als Quadrate darstellen lassen kann. Bei den Bearbeitungswerkzeugen hat sich sichtlich nichts geändert, die Suchfunktion ist in der aktuellen Betaversion noch nicht aktiviert.

Die Mediathek lässt sich nun nach Jahren, Monaten oder Tagen geordnet darstellen.
Vergrößern Die Mediathek lässt sich nun nach Jahren, Monaten oder Tagen geordnet darstellen.

Notizen und Erinnerungen

Kleinere Änderungen gibt es bei den Notizen. Man kann sich die Einträge nun entweder als Liste oder als Galerie mit Vorschaubildern anzeigen lassen. Der Button für die Galerie gleicht demjenigen, der bisher zum Einblenden der Anhänge (Fotos, Videos, Scans, Karten, Websites, Audiodateien und Dokumente) zuständig war. Hierfür gibt es nun ein neues Symbol. In einer Checkliste lassen sich zudem die einzelnen Einträge mit der Maus verschieben, um die Reihenfolge zu ändern.

Umfangreicher sind die Änderungen bei der App Erinnerungen. Den Kalender links im Fenster gibt es nicht mehr. Stattdessen blendet sich unterhalb einer neu erstellten Erinnerung ein Symbol zur Festlegung des Datums ein. Im sich einblendenden Menü kann man schnell zwischen heute, morgen und dem kommenden Wochenende auswählen oder über den Kalender ein bestimmtes Datum auswählen. Ist ein Datum gewählt, blendet sich auch ein Symbol zum Festlegen der Uhrzeit ein. Außerdem lassen sich Erinnerungen mit einer Flagge markieren. Neu sind vier intelligente Listen, die heute fällige, geplante, markierte und alle Erinnerungen auflisten und sich über große Symbole schnell ein- und ausblenden lassen. Ebenfalls neu sind die Optionen, einer Erinnerung ein Bild oder eine URL hinzuzufügen. Hat man ein iPhone oder ein iPad, lässt sich auch mit diesen ein Bild aufnehmen und an die Erinnerung anhängen.

Die Erinnerungen haben eine neue Bedienoberfläche und können auch URLs und Bilder speichern.
Vergrößern Die Erinnerungen haben eine neue Bedienoberfläche und können auch URLs und Bilder speichern.

Systemeinstellungen

Im Fenster der Systemeinstellungen sind die Symbole neu angeordnet worden, ganz prominent an oberster Stelle sind die Vorgaben für iCloud zu finden, analog zu den Einstellungen unter iOS. Hier gibt es auch eine Option für die Familienfreigabe. Neu hinzugekommen ist die Systemerweiterung „Bildschirmzeit“. Sie funktioniert wie die gleichnamige Funktion von iOS und übernimmt nun auch die Aufgaben der Kindersicherung für weitere auf dem Mac eingerichtete normale Benutzer ohne Administratorenrechte. Die Systemeinstellung „Kindersicherung“ ist weggefallen. Um die Einstellungen für die Bildschirmzeit gegen Veränderung durch einen Benutzer zu schützen, legt man einen vierstelligen Code fest.

Die Systemeinstellungen sind neu angeordnet worden, ganz oben hat man Zugriff auf seine Apple-ID und iCloud.
Vergrößern Die Systemeinstellungen sind neu angeordnet worden, ganz oben hat man Zugriff auf seine Apple-ID und iCloud.

Für das Erscheinungsbild kann man in den Systemeinstellungen nicht nur zwischen hell und dunkel wählen, sondern auch einen automatischen Modus aktivieren. Dann passt sich das Erscheinungsbild an das Tageslicht an. Unter „Mission Control“ ist die Einstellung für das Dashboard-Tastenkürzel weggefallen, da es Dashboard nicht mehr gibt.

Analog zu iOS kann man auf dem Mac Vorgaben für die Benutzung des Rechners machen und die Nutzungszeit anzeigen lassen.
Vergrößern Analog zu iOS kann man auf dem Mac Vorgaben für die Benutzung des Rechners machen und die Nutzungszeit anzeigen lassen.

Größere Veränderungen sind unter „Sicherheit > Datenschutz“ zu finden. Apple hat die Liste erweitert, und nun sieht man auch, welche Programme auf die Tastatur- oder Spracherkennung zugreifen oder eine Bildschirmaufnahme machen wollen und kann dies erlauben oder unterbinden. Ebenfalls hinzugekommen ist die Option „Dateien und Ordner“. Bei neu aus dem Web geladenen oder von einem Medium installierten Anwendungen wird beim ersten Start gefragt, ob diese auf die Ordner Dokumente, Downloads oder den Schreibtisch zugreifen dürfen. Die Genehmigung für einen dieser Ordner gilt dann auch für die anderen Verzeichnisse. Apps aus dem App Store können dagegen ohne Nachfrage auf den Benutzerordner zugreifen.

Programme, die nicht aus dem App Store stammen, brauchen eine einmalige Genehmigung für den Zugriff auf den Benutzerordner.
Vergrößern Programme, die nicht aus dem App Store stammen, brauchen eine einmalige Genehmigung für den Zugriff auf den Benutzerordner.

Sicherheit

Neben der zuvor beschriebenen Erweiterung unter „Datenschutz“ gibt es noch weitere Neuerungen, um den Mac sicherer zu machen. So müssen zertifizierte Entwickler, die Software nicht oder nicht ausschließlich über den App Store vertreiben, zukünftig ihre Programme von Apple auch auf Schadcode überprüfen lassen (Notarization) und nicht nur wie bisher signieren. Nur dann werden sie von Gatekeeper, der in das macOS eingebauten Sicherheitsprüfung, durchgelassen und können gestartet werden. Das System bekommt unter Catalina ein eigenes, schreibgeschütztes Volume auf dem internen Datenträger (nur noch APFS wird unterstützt), sodass keine Schadsoftware darauf zugreifen kann. Als Anwender bekommt man davon nur etwas mit, wenn man das Festplattendienstprogramm öffnet. Dort sind nun zwei Volumes zu sehen, das eine mit dem Systemsymbol, das andere mit dem Symbol für den Benutzerordner gekennzeichnet.

Im Festplattendienstprogramm sieht man die verschiedenen Volumes für die Daten …
Vergrößern Im Festplattendienstprogramm sieht man die verschiedenen Volumes für die Daten …
…Und für das System.
Vergrößern …Und für das System.

Treiber für externe Geräte werden zukünftig nicht mehr als Erweiterungen im System (Kernel Extension) laufen, sondern als eigenständige Anwendungen wie andere Programme auch, um das System zu schützen. Anwender mit einem Mac mit T2-Chip können nun wie auf iPhone und iPad eine Aktivierungssperre einrichten, sodass sich der Mac ohne Apple-ID beziehungsweise Gerätecode nicht mehr verwenden lassen. Verloren gegangene Macs sowie iOS-Geräte findet man nun in der neuen App „Suchen“. Über sie markiert man ein Gerät auch als verloren, löscht seinen Inhalt und schickt einen Ton oder eine Mitteilung. Als Zweitnutzen lassen sich auch Personen finden, die ihren Standort geteilt haben.

Mit der neuen App "Suchen" findet man seine Geräte und kann sie aus der Ferne auch löschen und als verloren melden.
Vergrößern Mit der neuen App "Suchen" findet man seine Geräte und kann sie aus der Ferne auch löschen und als verloren melden.
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