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macOS Monterey – das ist der neue Safari

18.07.2021 | 09:50 Uhr | Thomas Armbrüster

Nicht nur Facetime und Nachrichten bekommen in macOS Monterey neue Funktionen, sondern auch in Safari ist einiges Neues zu finden.

Die zweite Betaversion von macOS Monterey ist bei den Entwicklern angekommen, und auch den öffentlichen Betatest hat Apple nun begonnen . An der einen oder anderen Stelle wird es eventuell noch Änderungen geben, insgesamt scheint aber der Funktionsumfang von Apples nächsten großem Betriebssystemupdate komplett zu sein.

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Tabs und Tabgruppen in Safari

Bei allen Browsern gibt es bisher oben im Fenster eine Leiste für das Such- und Adressfeld und eine Zweite für die geöffneten Tabs. Mal sind die Tabs oberhalb der Adressleiste wie in Firefox, mal sind sie darunter wie in Safari. Safari 15 in macOS Monterey kombiniert jetzt beide Leisten. Das Such- und Adressfeld ist nun Teil des aktuellen Tabs und blendet sich ein, wenn man einen Tab anklickt. Das ist auf den ersten Blick ungewöhnlich, soll aber dazu dienen, in der Höhe etwas mehr Platz für den Inhalt der jeweiligen Webseite zu schaffen. Der Nachteil besteht darin, dass für die Tabs weniger Platz zur Verfügung steht. Wer also immer sehr viele Tabs gleichzeitig geöffnet hat, kann schon mal in Platzprobleme geraten.

In der dritten Betaversion von macOS Monterey lässt sich in Safari nun wählen, ob das Adress- und Suchfeld in einer separaten Zeile angezeigt wird oder nicht.
Vergrößern In der dritten Betaversion von macOS Monterey lässt sich in Safari nun wählen, ob das Adress- und Suchfeld in einer separaten Zeile angezeigt wird oder nicht.


Seit 14. Juli gibt es für die Entwickler die dritte Betaversion von macOS Monterey, die Public Beta folgt in der Regel tags darauf. Eine der Änderungen, die diese Version mit sich bringt, ist in Safari zu finden. Die Entwickler haben dem Browser die Option „Show Separate Tab Bar“ im Menü „Darstellung“ hinzugefügt, Wählt man diese aus, wird das Adress- und Suchfeld wieder wie bisher oberhalb der Tabs in einer separaten Zeile angezeigt. Anscheinend gab es viele Rückmeldungen der Betatester, denen die Kombination aus Tab- und Adressleiste nicht zugesagt hat. Und noch eine weitere Option mit der Bezeichnung „Always Show Tab Bar“ ist in diesem Menü hinzugekommen. Diese lässt sich auswählen, wenn man das Adress- und Suchfeld separat anzeigen lässt und nur ein Tab geöffnet ist. Dann wird auch in diesem Fall die Tableiste angezeigt.

Mehr Ordnung durch Gruppen

Dieses Problem lässt sich jedoch dadurch umgehen, dass man in Safari 15 die Tabs gruppieren und mit einem Klick schnell zwischen den Gruppen wechseln kann. Um eine Tabgruppe anzulegen, öffnet man entweder zuerst die zu gruppierenden Seiten und erstellt dann mit diesen eine Gruppe, oder man legt eine leere Tabgruppe an und fügt anschließend Seiten der Gruppe hinzu. Die für die Tabgruppen zuständigen Befehle blenden sich ein, wenn man auf den kleinen, nach unten weisenden Pfeil rechts neben dem Seitenleisten-Symbol klickt. Alternativ blendet man die Seitenleiste ein und klickt dort rechts oben auf das Symbol mit dem Pluszeichen. Außerdem findet man die Befehle für die Tabgruppen im Menü „Ablage“.

Sind viele Tabs gleichzeitig geöffnet, zeigt Safari 15 jeweils nur noch das Webseitensymbol (Favicon) an.
Vergrößern Sind viele Tabs gleichzeitig geöffnet, zeigt Safari 15 jeweils nur noch das Webseitensymbol (Favicon) an.

Den Namen der aktiven Tabgruppe blendet Safari links in der Tableiste ein. Klickt man darauf, kann man im sich einblendenden Menü zwischen den verschiedenen Gruppen auswählen. Oder man blendet die Seitenleiste ein und klickt dort auf den Namen einer Gruppe. Über das Menü „Fenster“ oder die Tastenkombination Command (⌘)-Shift (⇧)-Pfeiltaste (nach oben oder nach unten) kann man zudem zwischen den Tabgruppen wechseln. Ist in der Seitenleiste eine Tabgruppe markiert, blendet ein Klick auf das Symbol rechts neben dem Namen die Tabübersicht ein. Wie bisher lässt sich dafür aber auch ein Symbol der Tableiste hinzufügen. Und wie bisher wird für jeden Tab eine Vorschau eingeblendet, wenn man den Mauszeiger über einen Tab bewegt. Im Kontextmenü einer Tabgruppe in der Seitenleiste sind unter anderem die Befehle zum Umbenennen und zum Löschen der Gruppe zu finden, den Löschbefehl gibt es außerdem im Menü „Ablage“. Um einen Tab aus einer Gruppe zu entfernen, ruft man die Gruppe auf und schließt den Tab. Einer geöffneten Gruppe lassen sich auch einfach weitere Tabs hinzufügen. Sie werden automatisch mit der Gruppe gespeichert.

Über ein Menü in der Symbolleiste legt man Tabgruppen an und wechselt zwischen den einzelnen Gruppen.
Vergrößern Über ein Menü in der Symbolleiste legt man Tabgruppen an und wechselt zwischen den einzelnen Gruppen.

Die Seitenleiste

Die Seitenleiste ist in Safari etwas anders organisiert als bisher. Es gibt oben nicht mehr die beiden Symbole, um zwischen den Lesezeichen und der Leseliste zu wechseln, sondern man wählt zwischen ihnen unter „Erfasste Links“ aus. Neu ist außerdem der Punkt „Empfangene Links“. Unter „Geteilt mit Dir“ werden die Links angezeigt, die andere Anwender über die App Nachrichten geschickt haben. In den Einstellungen von Nachrichten lässt sich das Teilen unter „Geteilt mit Dir“ auch deaktivieren.

Die Seitenleiste hat Apple umgestaltet. Neu hinzugekommen sind die Tabgruppen und die per Nachrichten empfangenen Links.
Vergrößern Die Seitenleiste hat Apple umgestaltet. Neu hinzugekommen sind die Tabgruppen und die per Nachrichten empfangenen Links.

Sind im Fenster Tabs geöffnet, die noch nicht gruppiert sind, wird die Anzahl der geöffneten Tabs oben in der Seitenleiste angezeigt, und man kann auch für diese die Tabübersicht mit einem Klick auf das Symbol ganz rechts einblenden. Beim Wechsel zu einer Tabgruppe bleiben diese noch nicht gruppierten Tabs gespeichert und man kann zu ihnen zurückkehren. Sind nur Gruppen eingerichtet, ist die Startseite der oberste Eintrag in der Seitenleiste. Analog gilt das für das Menü mit den Tabgruppen in der Symbolleiste.

Geändertes Aussehen

Eine weitere Änderung in Safari 15 betrifft nicht die Funktionen, sondern das Erscheinungsbild. Safari 15 ändert nämlich automatisch die Hintergrundfarbe der Tableiste, je nach Hintergrundfarbe der Webseite, oder anhand einer im HTML-Code der Webseite per Meta-Tag definierten Farbe. Wer das nicht möchte, öffnet die Einstellungen von Safari und deaktiviert unter „Erweitert“ die Option „Farbe in Tableiste anzeigen“.

Safari kann die Symbolleiste einfärben, und einige Optionen findet man nun über das Symbol „Mehr“ in der Adresszeile.
Vergrößern Safari kann die Symbolleiste einfärben, und einige Optionen findet man nun über das Symbol „Mehr“ in der Adresszeile.

Nicht mehr verfügbar ist in Safari 15 das Symbol für den Datenschutzbericht in der Symbolleiste. Um den Bericht anzuzeigen, klickt man nun auf das Symbol „Mehr“ mit den drei Punkten rechts im Adressfeld. In diesem Menü findet man zudem die Befehle, um die Seite neu zu laden, die Reader-Darstellung zu aktivieren, die Seite den Lesezeichen oder der Leseliste hinzuzufügen, zum Teilen und für die neuen Schnellnotizen. Das Symbol für die Reader-Darstellung wird wie bisher automatisch eingeblendet, wenn diese Darstellung von der Webseite unterstützt wird. Das Symbol mit dem gebogenen Pfeil, um die Seite neu zu laden, blendet sich dagegen nur noch dann ein, wenn man den Mauszeiger in das Adressfeld bewegt.

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Passwörter und Sicherheit

Stark überarbeitet haben die Entwickler die Abteilung „Passwörter“ in den Einstellungen von Safari. Sie entsprechen der Systemeinstellung „Passwörter“, die wir im Artikel „ Systemeinstellungen in macOS Monterey – das ist neu “  schon vorgestellt haben. Es ist egal, wo man die Einträge vornimmt und bearbeitet, sie werden automatisch synchronisiert. Eine weitere Neuerung in den Einstellungen ist „IP-Adresse vor Trackern verbergen“ in der Abteilung „Datenschutz“.

Bei bekannten Trackern unterdrückt Safari 15 automatisch die IP-Adresse des Anwenders.
Vergrößern Bei bekannten Trackern unterdrückt Safari 15 automatisch die IP-Adresse des Anwenders.

Ist diese Option markiert, wird die IP-Adresse bei bekannten Trackern automatisch unterdrückt. Diese Option ist unabhängig von der unter macOS Monterey neu eingeführten Schutzfunktion „Private Relay“ . Diese, ebenfalls im Artikel „Systemeinstellungen in macOS Monterey – das ist neu“ beschriebene Funktion, unterdrückt die IP-Adresse gegenüber allen besuchten Webseiten, setzt aber ein kostenpflichtiges iCloud+-Konto voraus.

Die Änderungen im Mail-Programm von macOS 12 Monterey sind nicht so bedeutend , aber einige Feinheiten haben die Entwickler geändert.

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