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Alte Airpods mit schlechten Akkulaufzeiten? So holen Sie mehr heraus

25.11.2019 | 08:33 Uhr | Halyna Kubiv

Es ist kein Wunder, dass die Airpods der ersten Generation so langsam ihren Geist aufgeben. Dieser Trick kann helfen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Lebensdauer der Airpods nur so lange bemessen ist, wie ihre Batterie hält. Die Airpods der ersten Generation, vorgestellt Ende 2016, dürften sich dieser Tage ihrem Lebensende nähern: Die Laufzeiten werden extrem kurz, dazu hält in der Regel ein Airpod deutlich kürzer durch als der andere.

Wenn dies der Fall ist, könnte aber das helfen:

  1. Löschen Sie die verbundenen Airpods aus der Liste der Bluetooth-Geräte am iPhone: "Einstellungen - Bluetooth - Airpods von ... – Dieses Gerät ignorieren".

  2. Setzen Sie die Airpods zurück, indem Sie längere Zeit auf den Knopf auf der Ladehülle drücken.

  3. Verbinden Sie die zurück gesetzen Airpods erneut mit dem iPhone.

  4. Lassen Sie die beiden Airpods komplett leer laufen. Telefonieren beispielsweise belastet die Batterie besonders stark, aber auch gewöhnliches Musik-Hören zwingt die Airpods der Redaktion nach knapp anderthalb Stunden komplett in die  Knie.

  5. Lassen Sie den Akku der Ladehülle komplett leer laufen.

  6. Stecken Sie die entladenen Airpods in die entladene Ladehüllle und lassen sie beides auf 100% aufladen. Dies dauert erfahrungsgemäß ungefähr zwei Stunden.

Danach sollten sich die Airpods zumindest gleichzeitig entladen. Der Autor des Tipps auf Reddit behauptet jedenfalls, seine Airpods hielten nach solchem Extrem-Zurücksetzen deutlich länger als davor – drei Stunden und mehr. Einige weitere Nutzer bestätigen seine Erfahrungen.

Eine mögliche Erklärung, warum der Tipp wirkt, liefert die Funktionsweise des BMS – Batterie Management System. Dies ist für Akku-Anzeigen sowie allgemeine Akku-Verwaltung zuständig. Durch das Abkoppeln der Airpods und das komplette Entleeren der Kopfhörer wird dieses Batterie Management System zurückgesetzt. Was sich im Laufe der Zeit im System verheddert und beispielsweise einen Airpod als leer anzeigen lässt, wird durch das Aufladen von Null auf Hundert wieder glatt gezogen. An der tatsächlichen Batterie-Leistung wird dieser Trick aber nichts ändern.

Unser Erfahrungsbericht: Die redaktionellen Airpods der ersten Generation haben wir im Dezember 2016 erworben, seitdem sind die drahtlosen Kopfhörer fast jeden Tag im Einsatz, was sich an den Laufzeiten bemerkbar macht: Zuletzt konnten die Airpods knapp über eine Stunde durchhalten, wobei der rechte Kopfhörer sich deutlich schneller verabschiedete als der linke. Wir haben die oben aufgeführten Schritte befolgt, der schwierigste Part war, die Ladehülle komplett zu entladen, eine angegebene Restladung von zwei Prozent hat bei uns mehr als 24 Stunden gehalten. Nach einem Extrem-Reset blieben die Unterschiede zwischen den einzelnen Kopfhörer bestehen, wir müssen hier einsehen, dass der rechte Airpod wohl bald den Geist aufgibt. Die Akkulaufzeiten jedoch haben sich bei den beiden verbesstert. Der rechte Airpods kann nun mehr als anderthalb Stunde Musik oder Podcasts durchspielen (bei ersten Testdurchlauf haben wir 1:45:41 gemessen, beim zweiten 1:50:59), der linke aber hält gleich zweieinhalb durch (2:28:32 beim ersten Testdurchlauf, 2:25:23 – beim zweiten).

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