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Apple Mail: Adress-Verteiler am Mac erstellen

09.06.2020 | 16:24 Uhr | Halyna Kubiv

Kein Outlook notwendig, auch mit hauseigenen Mitteln kann man am Mac einen Mail-Verteilen erstellen.

Wer die App "Kontakte" verwendet, kann dort Gruppen definieren, die sich in Apples Mail als Verteilerliste nutzen lassen. Hat man im Adressbuch eine neue Gruppe angelegt, zieht man die Mitglieder mit der Maus auf den Gruppennamen. Die volle Kontrolle ĂŒber diese Verteilerliste erhĂ€lt man aber nur ĂŒber den Befehl „Bearbeiten > Verteilerliste bearbeiten“ – dann öffnet das Adressbuch ein Fenster, in dem man die Personen und ihre E-Mail-Adressen sieht. Hat eine Person mehrere E-Mail-Adressen, wird fĂŒr den Verteiler jeweils die Adresse in Fettschrift verwendet. Stimmen alle EintrĂ€ge, startet man Mail und tippt dort bei EmpfĂ€nger den Gruppennamen ein. Wer zuvor in den Einstellungen von Mail unter „Verfassen“ den Punkt „Bei E-Mails an eine Gruppe alle Mitglieder einblenden“ aktiviert, sieht in der EmpfĂ€ngerzeile automatisch die zuvor definierten E-Mail-Adressen. Alternativ startet man die neue Mail aus der App "Kontakte": In der Seitenleiste klickt man mit der gedrĂŒckten Steuerungstaste auf das gewĂŒnschte Verteiler und wĂ€hlt anschließend die Option "E-Mail an XY senden".

Intelligente Gruppen

Deutlich schneller kann man einen Verteiler erstellen, wenn man mit intelligenten Gruppen arbeitet. In Kontakte ist dies eine Filtermaske mit mehreren Möglichkeiten: Das System sucht nach Zeichenkombinationen in allen verfĂŒgbaren Feldern von Kontakte: Visitenkarte, Firma, Name, URL, Postleitzahl etc. Dazu gibt es neben den klassischen "EnthĂ€lt" und "EnthĂ€lt nicht" bei den Operatoren "Ist (kein) Mitglied von" und "Wurde (nicht) geĂ€ndert in den letzten". Die so erstellte intelligente Gruppe hat aber eine Besonderheit: Man kann darin manuell keine zusĂ€tzlichen Adressen hinzufĂŒgen, genauso wenig kann man daraus EintrĂ€ge löschen. Um die Liste mit den Teilnehmern zu verĂ€ndern, muss man die Bedingungen in der Suchmaske aktualisieren. Erstellt man jedoch eine neue Mail mit dem Verteiler, kann man nachtrĂ€glich weitere Adressaten und Gruppen hinzufĂŒgen.

Besonderheit iCloud-Mail

Nutzt man den eigenen iCloud-Account fĂŒr Versand solcher groß angelegten Mails, muss man dabei beachten, dass Apple einige Grenzen dabei setzt : Am Tag darf man maximal 1000 Nachrichten verschicken, die gleiche Begrenzung gilt fĂŒr die EmpfĂ€nger pro Tag. Pro eine Nachricht sind bis zu 500 EmpfĂ€nger erlaubt. Die Limits sind verstĂ€ndlich, hat Apple seine iCloud-Dienste fĂŒr den privaten Gebrauch konzipiert. Die Fehlermeldungen am Mac und am iPhone sind dabei alles andere als aufschlussreich. Am Mac wird sich eine allgemeine Meldung "Die E-Mail kann nicht ĂŒber den Server 'iCloud' gesendet werden." einblenden, am iPhone wird zumindest auf den Grund hingewiesen: ""Eine Kopie wurde in dein Ausgangsfach gelegt. Das Senden der E-Mail ist fehlgeschlagen, da dein Versandkontingent ĂŒberschritten wurde." Erst im Browser sind Fehlermeldungen beim Versand sehr konkret.

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