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Macbook (Air/Pro) einschalten und ausschalten

29.09.2021 | 16:30 Uhr | Andreas Müller

Für Profis reichlich banal, für manchen Einsteiger aber oft eine berechtigte Frage: Wo ist der Knopf zum Einschalten meines neuen Macs?

Bei iMacs und allen Macbook-Serien stehen Design und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Der klassische Power-Knopf ist dabei immer mehr in den Hintergrund gerückt. Auf den neueren Macbooks Air und Pro hat Apple die Schlankheit bis zur Grenze getrieben: Kein Zeichen deutet darauf hin, welcher Knopf auf der Tastatur für den Strom bzw. Hochfahren zuständig ist. Doch dieser ist leicht zu finden – sowohl beim Mabook Air (2020) als auch beim Macbook Pro (2020) ist das der oberste rechte Knopf auf der Tastatur. In den beiden Modellen teilt sich der Knopf noch die Funktionen mit dem Touch-ID-Sensor, womöglich ein Grund, warum Apple gar keine Bezeichnung darauf platziert hat.

Macbook Air einschalten

Magic Keyboard des Macbooks Air 2020. Der Einschaltknopf ist oben rechts.
Vergrößern Magic Keyboard des Macbooks Air 2020. Der Einschaltknopf ist oben rechts.

Macbook Pro einschalten

Macbook Pro einschalten
Vergrößern Macbook Pro einschalten

Mac einschalten: vom Tiefschlaf zum Neustart

Ein kurzer Tastendruck auf der Taste wie auf den Bildern oben genügt und der Mac fährt wieder hoch. Apple bietet eine Reihe von Tastenkombinationen an, die beim Einschalten des Macs zusätzliche Optionen offerieren . Auf diese Weise kann man etwa im Fehlerfall das macOS-Wiederherstellungssystem oder ein Diagnose-Tool starten. Solche Tools sind besonders dann wichtig, wenn das System nicht mehr fehlerfrei bootet oder Fehler am Dateisystem bestehen. Möchte man das gesamte System neu aufsetzen, sind die Start-Optionen ebenfalls ein guter Ausgangspunkt. Grundsätzlich ist es hier sogar möglich ohne entsprechende Datenträger ein macOS direkt aus dem Internet zu installieren.

Auch interessant:  Das ist zu tun, wenn der Mac nicht mehr startet

Ohne hier auf alle Optionen einzugehen, möchten wir hier eine bestimmte und äußerst praktische Tastenkombination vorstellen. Mithilfe dieser Option eröffnen sich bei der Benutzung eines Macs völlig neue Möglichkeiten, die für Flexibilität und Portabilität sorgen.

Ruhezustand auf dem Mac

Der praktische Ruhezustand und das damit verbundene schnelle Erwachen sind schon lange Features, die Apple-Geräte auszeichnen. Doch welche Vorteile bietet der Ruhezustand und wann lohnt es sich, das Gerät ganz klassisch auszuschalten? Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die gesamte Hard- und Softwarearchitektur für den Ruhezustand optimiert ist. Im Alltag handelt es sich also um ein Feature, das nicht nur bequem ist, sondern auch bedenkenlos genutzt werden kann. Seit Macs Flash-Speicher verwenden, verfügen sogar über eine "Power Nap"-Funktionalität. Diese Einstellung sorgt dafür, dass während des Ruhezustands unter anderem E-Mails abgerufen und Kalenderereignisse aktualisiert werden.

Weitere Aktivitäten im Ruhezustand - wie der Power Nap  den Mac revitalisiert

Ist das Macbook mit einem Netzteil verbunden oder handelt es sich um einen Desktop-Mac, lassen sich während des Ruhezustands sogar Software-Updates laden oder Time-Machine-Backups erstellen. Möchte man den Power Nap unterbinden, lässt sich diese Option in den Systemeinstellungen im Bereich "Energie sparen" jederzeit deaktivieren. Doch selbst der klassische Ruhezustand verbraucht Energie, die gerade beim mobilen Einsatz des Geräts sehr wertvoll sein kann. Doch wie genau lässt sich ein Macbook ausschalten?

Magic Keyboard des Macbooks Air 2020. Der Einschaltknopf ist oben rechts.
Vergrößern Magic Keyboard des Macbooks Air 2020. Der Einschaltknopf ist oben rechts.

Der einfachste und offensichtlichste Weg, einen Mac auszuschalten, führt über die Menüleiste in macOS. Ein Klick auf den Apfel genügt und schon öffnet sich ein Untermenü, das den Ruhezustand, einen Neustart und das Ausschalten anbietet. Es gibt jedoch Fälle, in denen der Mac vielleicht nicht mehr bedienbar ist. In solchen Situationen empfiehlt es sich grundsätzlich, ein wenig Geduld mitzubringen und dem rotierenden Beachball etwas Zeit zu geben. Ein voreiliges erzwungenes Ausschalten kann unter Umständen zu Schäden am Dateisystem führen, die irreparable oder zumindest zeitintensive Folgen haben.

Per Tastendruck - wie man  Mac und Macbook ausschaltet

Möchte man den Mac ausschalten, steht alternativ ein klassischer Power-Knopf bereit. Bei allen Desktop-Macs ist der entsprechende Knopf allerdings nicht prominent auf der Gerätefront platziert. Stattdessen befindet er sich in der Nähe der rückseitigen Anschluss-Terminals. Sitzt man vor seinem iMac, lässt sich der Knopf an der unteren linken Geräterückseite ertasten. Beim Mac Mini ist er hinten rechts platziert.  Wer sein Macbook einschalten oder ausschalten möchte, findet den entsprechenden Knopf in der rechten oberen Ecke der Tastatur. Bei Macbooks mit Touchbar und dem Macbook Air teilt sich der Power-Knopf den Platz mit dem Fingerabdrucksensor, was für zusätzliche Tarnung sorgt.

Ein kurzer Tastendruck versetzt den Mac in den Ruhezustand. Soll das Gerät dagegen vollständig ausgeschaltet werden, hält man den Knopf mehrere Sekunden gedrückt, bis der Bildschirm schwarz wird. Besonders bei laufender Festplattenaktivität ist davon jedoch dringend abzuraten. Ist das Gerät ausgeschaltet, ist der Energiebedarf am geringsten. Die ohnehin bereits im Ruhezustand minimierte Leistungsaufnahme wird im ausgeschalteten Zustand in der Regel nochmals halbiert. Bei mobilen Geräten kann die Einsparung also wertvolle Minuten Nutzungsdauer generieren.

Portabler Arbeitsplatz dank externem Boot-Laufwerk

Direkt nach dem Einschalten des Intel-Macs kann man die Wahltaste (Alt-Taste) gedrückt halten. Das öffnet den Startup-Manager, mit dessen Hilfe sich ein Boot-Laufwerk auswählen lässt, bei Apple-Silicon-Macs erhält man die Optionen, wenn man den Ein/Aus-Schalter länger drückt. Warum ist das so interessant? In Zeiten von ultrakompakten SSD-Speichern ist es sehr reizvoll, das gesamte System auf einem externen Laufwerk zu installieren. Wer zwischen Büro und Heimarbeitsplatz pendelt oder regelmäßig zwischen Desktop-Mac und Macbook wechselt, kann somit die gesamte Arbeitsumgebung portieren und von unterschiedlichen Geräten booten.

Externe SSD-Speicher lassen sich per USB einfach anschließen und dank minimalen Abmessungen in der Grundform einer Kreditkarte überall mit hinnehmen. Wer seine Arbeitsumgebung in diesem Format dabei hat, benötigt nur noch einen kompatiblen Mac, von dem sich das externe Laufwerk booten lässt. Somit kann die Arbeit nahezu an jedem Ort der Welt in der gewohnt eingerichteten Softwareumgebung fortgesetzt werden. In vielen Fällen ist das sogar eine attraktive Alternative zum Einsatz von Notebooks oder anderen mobilen Lösungen.

Automatisierung: So wechselt der Mac zeitgesteuert den Betriebszustand

Nachdem wir das Ein- und Ausschalten via Menüleiste und Power-Knopf besprochen haben, kommen wir zu einer weiteren Variante. Der Bereich "Energie sparen" in den Systemeinstellungen hält auch noch eine Schaltfläche "Zeitplan" bereit. Ein Klick genügt und schon kann man seinen Mac zeitgesteuert einschalten und natürlich auch ausschalten. Beide Aktionen sind unabhängig voneinander und optional. Es kann jeweils ein Wochentag (täglich, an Wochentagen, an Wochenenden und einzelne Tage) und eine Uhrzeit ausgewählt werden.

Macbook Pro einschalten
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Jeder, der seinen Mac nach intensiver Nutzung schonmal manuell ausschalten wollte, kennt jedoch das Problem, dass aktive Programme den Vorgang abbrechen. Ungesicherte Dateien und entsprechende Dialogboxen behindern das Herunterfahren. Aus diesem Grund ist auch das zeitgesteuerte Ausschalten nicht sehr praktisch. Eine sinnvollere Vorgehensweise wäre dagegen, den Mac nach Feierabend manuell auszuschalten. Programme könnten eigenverantwortlich geschlossen und offene Dateien gesichert werden.

Mac ausschalten, ohne auf Komfort zu verzichten? So gehts!


Das Ausschalten spart dann nicht nur Strom, es ist auch eine gute Gelegenheit den Speicher des Macs von unnötigen Prozessen und geöffneten Dateien zu befreien. Wer permanent den Ruhezustand nutzt, läuft schnell Gefahr, die Ressourcen des Systems unnötig auszureizen. Ein regelmäßiges Ausschalten stellt dagegen eine konstante Performance sicher. Für maximalen Komfort sorgt schließlich das zeitgesteuerte Einschalten des Macs. Hier lässt sich etwa eine Uhrzeit kurz vor Arbeitsbeginn festlegen, wodurch keine Wartezeiten entstehen. Auf diese Weise kann das ressourcenschonende Ausschalten elegant mit den Vorzügen des Ruhezustands verbunden werden.

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