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Pivot-Tabellen in Numbers erstellen und bearbeiten

27.10.2021 | 17:00 Uhr | Halyna Kubiv

Die Pivot-Tabellen sind ein mächtiges Instrument, wenn man eine riesige Datenmenge zu einem klaren Trend destillieren will.

Ein seit Jahren bemängeltes Manko, warum Numbers nicht im Profi-Bereich einsetzbar ist, war das Fehlen von Pivot-Tabellen. Excel konnte die Zusammenfassung von Dateien seit je her, Apples Tabellenkalkulation erst seit diesem Herbst. Dafür hat der Entwickler das Tool gleich am Mac, iPhone und iPad gebracht. Die iCloud-Version von Numbers unterstützt ebenfalls die Pivot-Tabellen, allerdings lassen sich im Web keine neuen Tabellen anlegen, sondern bestehende bearbeiten. 

Voraussetzungen für die Pivot-Tabellen in Numbers

Erst die aktuelle Version von Numbers 11.2 (Mac und iOS/iPadOS) unterstützt die Pivot-Tabellen, dafür ist mindestens iOS 14 oder macOS 11 Big Sur notwendig. Aber auch die Tabellen an sich müssen einigen Anforderungen entsprechen: Zu einer Pivot-Tabelle lassen sich eine und mehr Zellen verbinden, in der Quell-Tabelle sollen keine zusammengeführten Zellen vorhanden sein. Wählen Sie ein Datenset mit zusammengeführten Zellen, wird die Option "Pivot" in der Leiste von Numbers als auch "Pivot-Tabelle erstellen" in der Menüleiste ausgegraut, die Datenzusammenfassung wird nicht funktionieren. 

Erstellen einer Pivot-Tabelle

Sind nun die Mindestvoraussetzungen für eine Pivot-Tabelle erfüllt, gibt es zwei Wege, sie zu erstellen: Gleich im Numbers-Fenster mit dem Klick auf das Tabellen-Symbol mit zwei verbundenen Pfeilen, Numbers erstellt eine solche Tabelle per Standard im neuen Tabellen-Blatt. Über die Menüleiste-Option "Organisieren" gibt es etwas mehr Einstellungen: Nach Wunsch kann man die Pivot-Tabelle im gleichen Blatt positionieren, wo sich auch die Quelldaten befinden, auch nur ein bestimmter Bereich an Zellen lässt sich auswählen und zusammenfassen.  

Bearbeiten einer Pivot-Tabelle in Numbers

Je nachdem wie gut sich die Quelldaten für eine Pivot-Tabelle eignen, stellt Numbers entweder eine leere Vorlage oder einen ersten Vorschlag dar. Über das Feld "Pivot-Optionen", das sich unter "Organisieren" (rechte obere Ecke im Numbers-Fenster) befindet. Ähnlich wie in Excel befindet sich hier eine Übersicht von Pivot-Elementen, die man mit den verfügbaren Daten befüllen, filtern und gruppieren kann. Für den Bereich "Werte" eignen sich am besten diskrete oder kontinuierliche Werte, die in Zahlen ausgedrückt werden. Je nachdem, in welcher Form die Quelldaten eingetragen sind, fasst Numbers die Eingaben im Feld "Werte" als Summe oder Anzahl zusammen. Hier gibt es eigentlich keine Unterschiede zu Excel. Mit dem Klick auf das ⓘ-Symbol neben diesem Feld in "Pivot-Optionen" kann man nach Wunsch die Zusammenfassung ändern. Bei den Zahlen lässt sich statt Summe auch Mittelwert, Median, Produkt, Varianz, Standardabweichung einstellen. Dafür ist das Dropdown-Menü "Zusammenfassen nach" zuständig. Möchte man gleich die Prozentangaben anzeigen, kann man dies ebenfalls automatisch im Dropdown-Menü "Zeigen als" einstellen. 

Wozu benötigt man eine Pivot-Tabelle?

Wenn Sie noch nicht mit Pivot-Tabellen gearbeitet haben, wird das Konzept am Anfang wahrscheinlich etwas fremd und unverständlich wirken. Doch sobald man Daten hat, die viele unterschiedliche Bezeichnungen aufweisen, die man aber als eine gemeinsame Kategorie auswerten muss, stellen sich die Pivot-Tabellen deutlich handlicher und vielseitiger aus als Filter und Sortierungen. Der anfängliche Lernaufwand wird durch neue und überraschende Erkenntnisse belohnt, die plötzlich aus den scheinbar offensichtlichen Daten erfolgen. Hier sprechen wir aus eigener Erfahrung. 

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