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Cross-Entwicklung mit Effekt-Filtern

11.12.2009 | 08:42 Uhr | Markus Schelhorn

Diafilme im chemischen Prozess wie einen Negativfilm zu entwickeln, ist ein altes Stilmittel - jetzt kann man es am Mac einsetzen.

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Eine eigentlich falsche Entwicklung von Dia- beziehungsweise Negativfilm wurde zu guten alten Analog-Zeiten von Fotografen als Stilmittel verwendet: Cross-Entwicklung nennt man, wenn ein Diafilm im chemischen Prozess f├╝r Negativfilme (oder umgekehrt) entwickelt wird. Gerade beim Entwickeln eines Diafilms entstehen so Bilder mit hohem Kontrast und einem k├╝hlen gr├╝nstichigen Look. F├╝r diesen Tipp ben├Âtigt man genaue Einstellm├Âglichkeiten von Gradationskurven (zum Beispiel mit der kostenlosen Software Gimp; aber nicht mit Photoshop Elements). Die Gradationskurve findet man bei Gimp unter "Farben > Kurven".

Der Trick ist einfach: Durch eine S-Kurve wird zun├Ąchst das gesamte Bild kontrastreicher gemacht, dann ├Ąndert man die Gradationskurve nur f├╝r den Roten Kanal in eine stark ausgepr├Ągte S-Kurve und f├╝r die Kan├Ąle Gr├╝n und Blau in schw├Ąchere S-Kurven. Auf der CD dieser Ausgabe finden Sie dazu Bildschirmfotos als Orientierungshilfe. Dann braucht man nur noch eine Ebene, die man mit einem hellen Gr├╝n f├╝llt, das ins Gelbe geht. Diese Ebene bel├Ąsst man auf dem Mischmodus "Normal" und ├Ąndert ihre Deckkraft auf zehn Prozent. ├ťbrigens: F├╝r die Gradationskuve von Photoshop CS4 gibt es hierzu bereits eine entsprechende Voreinstellung. Diverse kostenpflichtige Filter wie Nik Color Efex Pro liefern ebenfalls eine Simulation dieses Cross-Entwicklungseffekts.

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