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Externe Festplatte für Windows und Mac einrichten

12.10.2017 | 15:50 Uhr |

Wer eine externe Festplatte kauft, muss diese oft erst mit dem Mac kompatibel machen. Wir zeigen wie das unter High Sierra geht.

Eine Warnung vorab! Bei diesem Tipp gehen wir davon aus, dass sich keine Dateien auf der externen Festplatte befinden – die Festplatte wird bei diesem Verfahren nämlich komplett gelöscht, eine Datenrettung so gut wie unmöglich.

Kauft man heute eine Festplatte, ist diese fast immer in den Windows-Formaten NTFS oder FAT32 formatiert. Nur Letzteres eignet sich aber einigermaßen für die Nutzung am Mac, für die Verwendung von NTFS ist ein Spezial-Treiber wie NTFS for Mac von Paragon erforderlich. Manche Festplattenhersteller wie Seagate bieten deshalb die Software kostenlos auf ihrer Webseite an.

Festplatte unter Windows und Mac nutzen

Unser Arbeitsmittel dazu ist das Festplatten-Dienstprogramm (im Ordner "Programme/Dienstprogramme"). Dort wählt man in der Spalte links die externe Festplatte aus. Den korrekten Eintrag in dieser Liste erkennt man am gelb-orangenen Symbol (diese Markierung ist ein Hinweis auf externe und "auswerfbare" Speichermedien) und an der Größenangabe im Namen (beispielsweise "500 GB WD").

Einsteigern empfehlen wir unter "Darstellung" die Anzeigeart "Nur Volumes anzeigen" zu wählen, das Programm zeigt dann nämlich weniger Profi-Optionen an, die zu Problemen führen können.

Hat man den korrekten Eintrag ausgewählt, werden rechts die Buttons "Erste Hilfe" und "Löschen" auswählbar.

Klicken Sie auf die neu erworbene Festplatte und wählen dann die Option "Löschen". Sie können der Festplatte nun einen beliebigen Namen geben, beispielsweise "Fotos", "TV-Aufnahmen" oder auch "Datengrab". An bestimmte Namenskonventionen wie Groß- oder Kleinschreibung müssen Sie sich nur bei Wahl des Formats "MS-DOS" halten.

Haben Sie die Darstellungsart "Nur Volumes anzeigen" gewählt, sehen Sie unter Format nun genau vier Optionen: "Mac OS Extended (journaled)", "Mac OS Extended (Groß-/Kleinschreibung, journaled), "MS-DOS-Dateisystem (FAT)" und "ExFAT". Benutzen Sie die Festplatte nur am Mac, ist die erste vorgegebene Einstellung "Mac OS Extended (journaled)" die beste Wahl. Tauschen Sie häufiger Daten mit einem Windows-Rechner aus, ist ExFAT eine gute Wahl. Im Unterschied zum Windows-Format MS-DOS unterstützt dieses nämlich auch sehr große Dateien mit mehr als 4 GB. Unter High Sierra können Sie aktuell nur maximal 2 GB große Dateien auf eine MS-DOS-formatierte Festplatte kopieren. Ob es sich dabei um eine externe USB-Festplatte, eine SSD oder einen USB-Stick handelt, macht übrigens keinen Unterschied.

Einsteigern empfehlen wir die Darstellungsart "Nur Volumes anzeigen".
Vergrößern Einsteigern empfehlen wir die Darstellungsart "Nur Volumes anzeigen".

Liegt die Festplatte als Mac-Festplatte vor, können Sie die externe Festplatte außerdem in mehrere Partitionen aufteilen. Liegt die Festplatte im Windows-Format vor, ist eine Partitionierung dagegen nicht möglich. Dazu wählen Sie das Volume aus und klicken Sie auf den Button "Partitionieren". Es öffnet sich eine Grafik der Festplatte, aktuell sehen Sie nur eine Partition. Klicken Sie auf das Plus-Symbol. Sie können nun beispielsweise eine Mac und Windows-Partition anlegen, die Größe ist wählbar. Wählen Sie dazu bei einer Partition HFS+ als Format, bei der anderen Partition MS-DOS oder ExFAT.

Sie können eine Festplatte in eine Partition für Windows-Daten und eine Partition für Mac-Daten aufteilen.
Vergrößern Sie können eine Festplatte in eine Partition für Windows-Daten und eine Partition für Mac-Daten aufteilen.

Hinweis: Wollen Sie die Festplatte an einem TV-Gerät oder NAS anschließen, eignet sich möglicherweise keine dieser vier Formatierungsarten. Manche Geräte verlangen das Format NTFS, auf das der Mac nur lesend, aber nicht schreibend zugreifen kann.

"Profi-Modus" bietet APFS und Verschlüsselung

Haben Sie unter "Darstellung" die Option "Alle Geräte einblenden" gewählt, stehen Ihnen noch mehr Optionen zur Verfügung. In der linken Spalte des Dienstprogramms sehen Sie nun auch die einzelnen sogenannten Container von APFS-Medien und Partitionen einer Festplatte. Eine Fehlerquelle bei der Konfiguration: Wählen Sie ein übergeordnetes Volume aus, können Sie beim Löschen auch das Partitionsschema bestimmen. Zur Wahl stehen das Mac-Format "GUID-Partitionstabelle", das Windows-Partitionsformat "Master Boot Record" und das nicht mehr gebräuchliche Mac-Format "Apple Partitionstabelle". Nicht alle Kombinationen sind allerdings sinnvoll: So kann ein Mac nicht von einer Festplatte mit der Partitionstabelle "Master Boot Record" booten.

APFS können Sie nur im Darstellungsmodus "Alle Geräte einblenden" nutzen.
Vergrößern APFS können Sie nur im Darstellungsmodus "Alle Geräte einblenden" nutzen.

Nur in diesem Darstellungsmodus und bei Auswahl des Schemas GUID kann man außerdem das Format "APFS" wählen. Sowohl eine verschlüsselte Version als auch mehrere unverschlüsselte APFS-Varianten stehen zur Wahl. Alte Mac-Systeme können APFS allerdings nicht verwenden, Windows-Rechner ebenso.

Time Machine

Aufgabe der meisten neu gekauften Festplatten ist es wohl, als Time-Machine-Medium zu dienen. Hier muss man weiterhin auf das Format HFS setzen. Time Machine unterstützt APFS bisher nicht. Wandelt man etwa eine Time-Machine-Festplatte mit "Bearbeiten/In APFS konvertieren" in das neue Format um, kann Time Machine das Medium nicht mehr verwenden. Man muss die Festplatte dann komplett löschen und in das Format HFS konvertieren – alte Backups gehen dabei verloren.

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