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Warum arbeitet der Select 310 nicht mit dem Dienstprogramm?

18.07.2000 | 00:00 Uhr |

Im April vergangenen Jahres kaufte ich einen inzwischen auf einen Centris 650 aufgerüsteten IIvi. Gleichzeitig erstand ich einen Laserwriter Select 310. Um auch anders als waagrecht verlaufende Schriftzeilen einwandfrei ausdrucken zu können, wollte ich nämlich von meinem ansonsten klaglos funktionierenden HP-Tintenstrahler auf einen möglichst preisgünstigen Postscript-Drucker umsteigen. Ich bin nun aber nicht nur von der Ausgabegeschwindigkeit des Select 310 maßlos enttäuscht - im Prospekt stehen fünf Seiten pro Minute, ich muß jedoch selbst für einen Brief bei aktiviertem Hintergrunddruck 1:55 Minuten und "ohne" immerhin noch knapp eine Minute warten. Erst recht irritiert bin ich durch die Ignoranz des Laserwriter-Dienstprogramms der System-Software 7.1, denn dieses will den Select 310 bis heute nicht als Laserwriter anerkennen. Zudem verweigert es ( mit Ausnahme des Befehls "Beenden") alle in der Menüleiste unter "Ablage" sowie unter "Laserwriter" aufgelisteten Leistungen. Deshalb kann ich auch - entgegen dem Produktversprechen des Herstellers - nicht einfach weitere Zeichensätze permanent in den Druckerspeicher laden.

Zu Ihrem ersten Problem: Alle, wir betonen ausdrücklich, alle Hersteller geben in ihren Prospekten die Geschwindigkeit des Druckwerks im Kopiermodus an. Man stoppt also die Zeit erst dann, wenn die Seite im Drucker schon komplett aufgebaut ist (was bekanntlich bei einem Postscript-fähigen Drucker einige Zeit in Anspruch nehmen kann). Das ist der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich alle Druckerhersteller geeinigt haben. In unseren Tests versuchen wir natürlich, der tatsächlichen Leistungsfähigkeit eines Druckers auf die Schliche zu komme; die Hersteller konnten sich hier leider noch nicht auf eine verbraucherfreundlichere, weil inhaltskräftigere Angabepraxis verständigen.

Für das zweite Problem gibt es eine einfache Erklärung: Das Laserwriter-Dienstprogramm arbeitet nämlich mit dem Select 310 überhaupt nicht zusammen. Das Programm ist konzipiert für Netzwerkdrucker, die über die Localtalk-Schnittstelle in ein Netz eingebunden werden, nicht aber für Einzelplatzdrucker wie den Select 310, der via serielle Schnittstelle an den Rechner angeschlossen wird. Um Schriften in den Druckerspeicher zu laden, benötigen Sie laut Apple-Hotline einen Fontdownloader wie etwa das PD-Kontrollfeld "Start-up downloader". Auch werden die meisten Zeichensätze mit einem Fontdownloader ausgeliefert.

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