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Warum macht Illustrator solche Probleme beim Ausdrucken?

18.07.2000 | 00:00 Uhr |

Die neue Version von Adobes Illustrator glänzt mit vielen zusätzlichen Möglichkeiten. Wenn es jedoch ans Ausdrucken geht und man nicht glücklicher Besitzer eines Postscript-Druckers ist, hat man nach wie vor schlechte Karten. Ich benutze einen HP-Deskwriter 550c mit dem Treiber 2.0. Trotz Farbkalibrierung des Bildschirms und HP-Spezialpapier erscheinen die Farben beim Ausdruck blaß. In den Farbverläufen lassen sich starke Abstufungen erkennen. Dazu kommt, daß die schwarzen Kanten äußerst ausgefranst erscheinen, was eher an Siebdruck erinnert. Freehand hingegen liefert satte Farben und stufenfreie Verläufe.

Illustrator ist nun einmal, wen mag es bei den Eltern (Adobe) wundern, voll auf Postscript ausgelegt und liefert erst in Zusammenarbeit mit einem solchermaßen ausgestatteten Drucker exzellente Ergebnisse. Zudem zählte die Handhabung von Farbverläufen noch nie zu den starken Seiten von Illustrator. Freehand dagegen ist in Sachen Hardware-Voraussetzung genügsamer, die Entwickler haben sich bereits früh Gedanken gemacht, wie sie auch die Besitzer eines nicht postscriptfähigen Druckers zufriedenstellen können. Was tun? Entweder Sie machen künftig alles in Freehand, oder Sie konvertieren Ihre Illustrator-Dateien mit EPS Exchange ins EPS-Format, um sie dann via Freehand auszugeben. Darüber hinaus steht Ihnen ab sofort noch eine dritte Alternative offen: Druckerhersteller Hewlett-Packard liefert nun mit Software RIP eine Art Postscript-Emulator ö la Freedom of Press, der die Dateien ins Quickdraw-Format umsetzt. Das Schöne dabei: Im Gegensatz zu anderen Software-Emulatoren ist er kein Clone, sondern Original Adobe Postscript Level II. Der Postscript-Interpreter ist über den Fachhandel zu beziehen, der Preis dafür beträgt rund 480 Mark.

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