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Welche Apple-Dienste in Deutschland nicht verfügbar sind

11.10.2021 | 15:32 Uhr | Halyna Kubiv

Fitness+ verschwindet bald aus dieser Liste, doch es gibt ein paar nützliche Funktionen, die Apple in Deutschland nicht anbietet.

Deutschland kann sich glücklich schätzen, wenn es um die Verfügbarkeit von Apples Neuigkeiten angeht: Die iPhones kommen am gleichen Tag wie in den USA in die Geschäfte, neue Geräte wie Homepods waren aber mal um einige Monate später hier als beispielsweise in Großbritannien, die österreichischen Nachbarn mussten noch länger warten. Apple Pay war ein Drama in mehreren Akten, nach vier Jahren  sind Apple und die deutschen Banken zu einem gemeinsamen Nenner gekommen, sogar Girokarten werden seit letztem Jahr unterstützt. Doch es gibt nach wie vor einige Ecken des Apples Universums, die mit einem deutschen, österreichischem oder schweizerischen Pass (noch) nicht zugänglich sind. Wir listen hier auf, welche das sind.

Apple Card

Apple Card ist wohl das prominenteste Beispiel für eine Dienstleistung Cupertinos, die hierzulande nicht verfügbar ist. Ähnlich wie bei Apple Pay sind hier mehrere Faktoren im Spiel: Apple muss auf dem Markt einen Partner finden, der die Kreditkarten herausgeben wird. Zwar ist seit einiger Zeit in Gespräch, dass Goldman Sachs, der Herausgeber von Apple Card in den USA, auch in der EU eine Endnutzer-Sparte starten will , doch haben offenbar der Brexit und zuletzt persönliche Umstrukturierungen dies noch verzögert. Tim Cook hat eigentlich noch auf der letzten Wiesn im Oktober 2019 versprochen , dass Apple Card auch nach Europa kommt. Wann genau, hat Apples CEO nicht verraten.

Apple News+

In den USA, Kanada, Großbritannien und in Australien gibt es ein bezahltes Abo für Apple News+ – ein Nachrichten-Stream von etablierten Quellen, zusätzlich kuratiert von einer Redaktion bei Apple. Ähnlich wie bei Apple Pay müssen bei einem solchen Dienst die lokalen Anbieter mitspielen, in diesem Fall Verlage. Das Verhältnis mit Apple ist zumindest seitens Axel Springer recht angespannt: Der Verlag hat noch im Frühling eine Kartellbeschwerde gegen Apple angelegt.

Thesaurus unter iOS

Ein Thesaurus ist zwar mit dem Wörterbuch verwandt, liefert aber unter Umständen deutlich mehr Kontext zu einem gesuchten Wort: Synonyme, Ober- und Unterbegriffe kann man so nachschlagen, aber auch die häufigsten Nachbarn im Sprachgebrauch. Unter macOS kann man einen deutschen Thesaurus leicht nachrüsten , unter iOS muss man sich auf Apples Quellen beschränken.

Gesundheit: Gesundheitsakte und vieles mehr

In den USA entwickelt sich die App "Gesundheit" zu einer digitalen Patientenakte: Damit kann man eigene Befunde herunterladen, die aufgezeichneten Daten mit den Ärzten und Pflegeeinrichtungen teilen, anmerken, dass man ein Organspender ist, und eigene Testergebnisse digital abholen. Die App wertet in den USA ebenfalls die von externen Geräten gemessenen Blutzuckerwerte aus und stellt eine Analyse davon dar.

Karten

Auch in Karten fehlen ein paar smarte Funktionen, die auch hierzulande das Leben leichter machen würden – Fahrradrouten, Geschwindigkeitslimits, Blitzer, Echtzeitdaten für öffentliche Transportmittel.

Offline diktieren

Lustigerweise unterstützen Apples iPhones das Offline-Diktieren in Deutschland, nicht aber in Österreich und in der Schweiz.

Siri

Siri ist auch ein Kandidat für die Landesbeschränkungen, so unterstützt der intelligente Assistent von Apple die vorgeschlagenen Erinnerungen nur auf Englisch.

Die Übersetzungs-App

... gibt es ebenfalls nur in Deutschland, nicht aber in Österreich und in der Schweiz.

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