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Update: Wie man in iCloud-Kalender Spam richtig löscht

12.12.2016 | 10:59 Uhr |

Erhält man über den Apple-Kalender und Fotos-App Spam-Einladungen, sollte man diese besser nicht direkt löschen, um weitere Spam-Nachrichten zu vermeiden.

Update 12. Dezember:

Nun kann man über iCloud die lästigen Einladungen löschen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Spammer die Gültigkeit der eigenen Adresse mitbekommen. Übers Wochenende hat Apple das iCloud-Kalender aktualisiert und eine neue Funktion, ähnlich wie in iMessage , gebracht. Bekommt man nämlich eine Einladung von einer Adresse, die sich nicht in der Kontaktliste befindet, erscheint nach dem Klick auf ebendiese Einladung noch eine Warnung "Dieser Absender ist nicht in deiner Kontaktliste. Werbung melden." Folgt man dem Aufruf und aktiviert diese Meldung, schickt man die lästige Adresse an Apple. Dazu werden die Einladungen aus dem eigenen Kalender gelöscht, ohne dass der Absender etwas mitkriegt.

Update 1. Dezember:

Maßnahme: Spammer haben eine Methode gefunden, um die Gültigkeit von Adressen herauszufinden. Die in den letzten Wochen verstärkt auftretenden Kalendereinladungen für iCloud-Adressen ließen sich nur mit Umwegen so löschen, dass der Spammer davon nicht benachrichtigt wurde. Apple hat nun endlich reagiert und will dem einen Riegel vorschieben. Wie das Unternehmen gegenüber iMore mitteilt, bedaure man die Spam und werde Maßnahmen ergrifen, um die Absender zu identifizieren und zu blockieren. Bis dahin kann man nur die Spam in einen eigens dafür angelegten Kalender verschieben, den man mitsamt der Einladung anschließend löscht oder vorbeugend in iCloud einstellen, dass derartige an die eigene Adresse versandte Spameinladungen nicht automatisch in den Kalender übernommen werden.

Originalmeldung:

E-Mail-Spam ist fast schon Alltag, seit einiger Zeit erhalten Apple-Anwender aber auch per iCloud Spam. Über automatisch erratene E-Mail-Adressen versenden Spammer iCloud-Einladungen, beispielsweise zum Einkauf einer Ray-Ban-Sonnenbrille. Erhält man diese Einladung, bietet der Kalender drei Möglichkeiten: "Vielleicht", "Ablehnen" und "Annehmen".

Die Webversion bietet eine Option, Einladungen nur noch per E-Mail zu erhalten.
Vergrößern Die Webversion bietet eine Option, Einladungen nur noch per E-Mail zu erhalten.

Allerdings erfolgt bei jeder dieser drei Optionen eine Rückmeldung an den Spammer, wodurch man seine E-Mail-Adresse verrät, respektive ihre Echtheit. Das ist aber oft die eigentliche Aufgabe dieser Spam-Aktion und sollte unbedingt vermieden werden. Reagiert man nicht, wird diese Einladung aber weiter im Kalender angezeigt.

Eine mögliche Lösung, die ein Anwender bei Stackexchange vorschlägt: Man erstellt einen neuen „Spam-Kalender“ und sortiert die Spam-Einladung dort ein. Das funktioniert auch ohne Antwort. Nun löscht man diesen neu erstellen Kalender und entfernt so auch die Einladung. Zusätzlich kann man über seinen Webaccount unter iCloud.com die Voreinstellungen des Kalenders öffnen. Hier gibt es nämlich die Option, alle Einladungen nur noch per E-Mail zu erhalten. Spam kann man dann in Mail bequem löschen.

Hat man vorschnell auf "Ablehnen" gedrückt und erst dann unseren Artikel gesehen, kann man nun nur noch Apple über Spam benachrichtigen und darauf hoffen, dass der Anbieter die betreffenden Adressen und Domains server-seitig sperrt. Dafür muss man in die Web-Ansicht des iCloud-Kalenders wechseln. In der linken unteren Ecke gibt es einen Knopf "Einstellungen", die letzte Option in diesem Menü heißt "Abgelehnte Ereignisse einblenden". Nun stellt iCloud auch die abgesagten Termine dar, darunter auch die Spam-Beiträge. Klickt man auf einen davon, sieht man, welche Adresse die Einladung verschickt hat, ein kleiner Pfeil daneben lässt an den Kontakt eine Mail verschicken. Öffnet sich in iCloud eine neue Mail mit der Spam-Adresse, werden wir diese nicht an chinesische Spammer verschicken, sondern direkt an Apple. Der Anbieter hat extra dafür eine Anlaufstelle eingerichtet: spam@icloud.com . Am besten wäre es hier, noch kurz das Anliegen zu beschreiben oder ein Screenshot hinzufügen, denn anders als E-Mails lassen sich die Kalendereinträge nicht als Anhang weiterleiten, so dass die Zuständigen bei Apple alle technischen Details daran ablesen könnten.

Update: Das gleiche Spam-Problem betrifft seit einiger Zeit leider auch Apple Fotos - sowohl auf dem Mac als auch unter iOS. Um Freunde auf neue Alben hinzuweisen, unterstützt nämlich auch Apples Fotoverwalter Einladungen. Leider gibt es hier keine Möglichkeit, einen Spam-Kalender zu erstellen. Will man den Spam blocken, gibt es hier aktuell nur die Möglichkeit, die Nachricht einfach zu ignorieren oder die Funktion iCloud-Fotofreigabe zu deaktivieren.

Die Fotofreigabe kann man über die Systemeinstellung iCloud deaktivieren.
Vergrößern Die Fotofreigabe kann man über die Systemeinstellung iCloud deaktivieren.

Das ist sowohl über die App Fotos als auch die Systemeinstellung iCloud unter Fotos möglich. 

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